Den Frust von der Seele geworfen

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2. Basketball Bundesliga – Falcons vs. Speyer 104:52

Normalerweise gibt es von Coach Jay Brown immer auch das Saure mit dem Süßen, die Kritik mit dem Lob. Nach dem Spiel gegen den TSV Towers Speyer Schifferstadt musste der Trainer der Falcons Bad Homburg allerdings kurz nach den richtigen Worten suchen. „Wir haben heute sehr gut gespielt,“ erklärt er dann schmunzelnd.

In Abwesenheit der erkrankten Sasha Polishchuk und den verletzten Sarah Kuschel und Lejla Jugo, dominierte man den Gegner fast nach Belieben und siegte am Ende mit 104:52. Bereits nach dem ersten Viertel führten die Gastgeberinnen mit 22:11, zur Halbzeitpause wurde die Führung auf 50:20 ausgebaut. Bis zum Schluss ließen Browns Damen, die zuletzt mit zwei Niederlagen aus Würzburg und Bamberg zurück gekehrt waren, nicht nach. Die weiteren Viertelergebnisse: 33:17 und 21:15

Über allem stand für den Trainer jedoch eine starke Kollektivleistung. „Wir haben heute sowohl das Tempo wie auch die Rebounds kontrolliert. Es wurde zu hundert Prozent das umgesetzt, was wir uns vor dem Spiel vorgenommen hatten,“ lobte er seine Spielerinnen. Einzellob bekam darüber hinaus Isabel Gregor. Die 18-jährige, die Sasha Polishchuk auf der Aufbauposition ersetzte, lieferte eine beeindruckende Show ab. Sie traf sechs ihrer zehn Würfe – darunter drei 3er – und klaute dem Gegner gleich achtmal den Ball. Zusammen mit Leah McDerment (10 Punkte und 7 Assists) und Emma Rhein (7 Punkte /4 Assists) setzte sie die gegnerischen Guards permanent unter Druck, weswegen die Towers enorme Probleme im Ballvortrag hatten. Allerdings muss man den beiden Speyerer Aufbauspielerinnen zugute halten, dass sie direkt vom WNBL Spiel in Ludwigsburg und erst mit dem Sprungball in der Halle ankamen und entsprechend müde waren.

Zwischenzeitlich sahen sich die Falcons auch einer Zonenverteidigung ausgesetzt, die im Endeffekt aber gekonnt ausgehobelt wurde. Diesbezüglich spielte auch Lisa-Marie Kämpf, die am Freitag vom Physio Tino Lehmann das OK für das Spiel bekam (Bänderriss aus dem Pokalspiel) eine tragende Rolle.13 Punkte und 7 Rebounds in knapp 20 Minuten Spielzeit (die absichtlich vom Coaching Staff gering gehalten wurde).

“Ich bin sehr stolz auf mein Team,“ betonte Coach Brown, „die Mädels haben sich phasenweise in einen Rausch gespielt.“ 32 Assists sprechen eine Sprache für sich.