Bundesliga-Damen gewinnen Krimi

Die Zweitliga-Basketballerinnen der HTG erwischen einen Start nach Maß in die neue Saison. Allerdings muss bis zum Ende gezittert werden. 
Gelungenes Debüt: Julia Pöcksteiner (hinten) versucht sich gegen Laura Zdravevska durchzusetzen.Foto: Gerhard StrohmannGelungenes Debüt: Julia Pöcksteiner (hinten) versucht sich gegen Laura Zdravevska durchzusetzen.
Bad Homburg. 

Für herzkranke Kurgäste war der gestrige Saisonauftakt der Elangeni Falcons Bad Homburg nicht geeignet. Immerhin gab es aus Homburger Sicht ein Happy End: Mit 63:61 wurde die Partie in der 2. Basketball-Bundesliga Süd gegen BVUK Würzburg gewonnen.

 

„Meine Mannschaft hat Moral bewiesen und sich diesen Sieg verdient“, war Headcoach Jay Russell Brown angetan vom Auftritt seines neuformierten Kaders. Und er ist sich sicher, dass sein Team im Verlauf der Saison noch für die eine oder andere Überraschung gut sein wird.

Gegen die taktisch clever eingestellten Würzburgerinnen waren vor allem die HTG-Neuzugänge gefordert. Celia Marfone löste ihre Aufgaben in der Defense hervorragend (Brown: „Sie war der Anker unserer Verteidigung“), Tanja Lehnert erwies sich auf Anhieb als die erhoffte Verstärkung unter dem Korb, Julia Pöcksteiner versenkte in den entscheidenden Momenten drei „Dreier“ und Elena Popkey war in allen Belangen spitze: 37:57 Minuten Spielzeit, 19 Punkte und neun von elf verwerteten Freiwürfen.

Lautstark angefeuert von knapp 100 Zuschauern erwischen die Gastgeberinnen einen Traumstart und lagen nach fünf Minuten mit 13:3 in Front. Mit einem komfortablen 19:12-Vorsprung für die Homburgerinnen endete das erste Viertel. Das zweite verlief dann auf Augenhöhe, wobei Würzburg in der Schlussphase den Rückstand auf fünf Punkte (29:34) verkürzen konnte. Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel hatte die HTG beim 46:45 sogar nur noch ein einziges Pünktchen Vorsprung.

Wer befürchtet hatte, dass den Gastgeberinnen in der Schlussphase die Knie weich werden, sah sich eines Besseren belehrt. Die Führung wechselte ständig hin und her. Doch am Ende hatten die Falken mit 63:61 das bessere Ende für sich und belohnten sich für ihren couragierten Auftritt.

Elangeni Falcons: Popkey (19), Pöcksteiner (17/3), Lehnert (11), Marfone (8/2), Rößner (3/1), Semerda (3/1), Krentz (2), Bleise, Johanns, Scheibinger, Straib. sp