2. DBBL: Sieg im Derby gegen RMB

Taunuszeitung vom 7.11.2016

Bad Homburg Den ersten Teil der hessischen Derby-Woche in der 2. Basketball-Bundesliga Süd der Damen haben die Elangeni Falcons Bad Homburg mit dem gestrigen 84:82-Sieg nach Verlängerung gegen die Rhein-Main Baskets mit Bravour hinter sich gebracht. Teil zwei folgt am kommenden Sonntag, 16 Uhr, mit der Auswärts-Partie bei der SG Weiterstadt.

Nach dem dritten Saisonsieg hatte es für die Korbjägerinnen der Homburger TG gestern Nachmittag im Feri-Sportpark nach dem dritten Viertel nicht mehr ausgesehen, denn nach einer 40:30-Halbzeitführung erlebten die Falcons – wieder einmal – im dritten Abschnitt mit 8:26 einen totalen Einbruch, den Trainer Jay Russell Brown trotz Auszeiten nicht zu verhindern vermochte.

Die Partie, die für die Gastgeberinnen vor rund 120 Zuschauern in gut gefüllter Halle mit einem 26:13 nach dem ersten Abschnitt verheißungsvoll begonnen hatte und mit einer ordentlichen Leistung zum 10-Punkte-Vorsprung zur Pause geführt hatte, drohte zum Debakel zu werden. „Wir haben dann in der Offensive Umstellungen vorgenommen und sind über den Kampf ins Spiel zurückgekehrt“, lobte Brown die Moral der Mannschaft, die über ein Maximum an Einsatzbereitschaft bis zur Schlusssirene sich doch noch den Ausgleich zum 72:72 erkämpfte.

Die Verlängerung

In der fünfminütigen Verlängerung behielten die Falcons die Nerven, zeigten sich in den entscheidenden Momenten unter den Körben besonnen und sicherten sich durchaus verdient den 84:82-Erfolg gegen die Spielgemeinschaft aus TV Langen und TV Hofheim, die mehrere Erstliga-Jahre hinter sich hat und dabei ein Mal im Playoff-Finale und zwei Mal im Pokalendspiel gestanden hatte.

Ohne die wegen einer Grippe ausgefallenen Julia Pöcksteiner hatte ein Trio besonderen Anteil am gestrigen Derby-Erfolg der Falcons: Regisseurin Elena Popkey (19 Punkte, davon 3 Dreier), Celia Marfone (28/4) und die argentinische Nationalspielerin Macarena Rosset (23), die zusammen exakt 70 der 84 Punkte verbuchten. Aber auch die übrigen sieben eingesetzten Spielerinnen – allen voran Mannschaftskapitän Esther Bleise – trugen ihren Teil zur Bad Homburger Erfolgsgeschichte bei. Bleise hatte ihr Team vor dem Derby „durch die Neuzugänge deutlich stärker“ als in der Vorsaison eingeschätzt. Die drei Topscorerinnen sind allesamt neu bei den Falcons.

„Wir sind als Kollektiv einfach handlungsschneller gewesen“, lobte Brown, wie es Trainer gerne tun, die Mannschaft und hob keine Spielerin heraus. Der Coach freute sich über das starke erste Viertel und die mentale Stärke, mit der das Unentschieden und in der Verlängerung der Sieg erkämpft worden sind. Zum Rückfall in alte Zeiten (siehe dritter Abschnitt) wird Brown in der Trainingswoche die richtigen Worte finden.

Elangeni Falcons Bad Homburg: Marfone (28/4), Rosset (23), Popkey (19/3), Bleise (6), Lehnert (4), Scheibinger (2), Straib (2), Semerda, Krentz, Rößner. sp