2. DBBL - Die Offensive bringt den Sieg

Taunuszeitung vom 5.12.16
Die Basketballerinnen der Elangeni Falcons Bad Homburg haben auch ihr sechstes Heimspiel in der 2. Bundesliga-Süd gewonnen. Allerdings tun sie sich gegen Mainz lange Zeit schwer. Zum Glück haben sie aber eine argentinische Nationalspielerin. 
Durchgesetzt: Bad Homburgs Elena Popkey (rechts) auf dem Weg durch die Zone zu zweien ihrer 16 Punkte. Die Mainzerin Patricia Sagerer kann nicht mehr eingreifen.Foto: Heiko Rhode Durchgesetzt: Bad Homburgs Elena Popkey (rechts) auf dem Weg durch die Zone zu zweien ihrer 16 Punkte. Die Mainzerin Patricia Sagerer kann nicht mehr eingreifen.
Bad Homburg. 

Der Feri-Sportpark bleibt eine Festung. Denn im sechsten Heimspiel der aktuellen Saison der 2. Damen-Basketball Bundesliga Süd holte sich das Team von Trainer Jay Russell Brown den sechsten Sieg. Dank des 83:69 (43:39)-Erfolgs gegen den Tabellenvorletzten ASC Theresianum Mainz rücken die Falken auf den dritten Rang vor und befinden sich auf Play-Off-Kurs.

Das deutliche Resultat spiegelt den Spielverlauf aber nur bedingt wider. Viel zu oft schwächelte die HTG in der Defensive. In der Offensive blieben dagegen gute Chancen liegen und von der Freiwurflinie – sonst eine der Stärken der Falcons – präsentierte sich das Team katastrophal.

Die Partie begann mit einem modischen Fauxpas. Die Mainzerinnen trugen nämlich genau wie die Homburgerinnen weiße Jerseys. Gelöst wurde dieser Umstand durch grüne Leibchen für die Gäste. Den besseren Start erwischten die Mainzer Gäste, die sich aber nie absetzten konnten. Die erste Führung für die Falken bescherte die beste Bad Homburger Schützin, Celia Marfone, mit einem perfekten Drei-Punkte-Wurf nach einem gekonnten Assist von Macarena Rosset erst im zweiten Viertel. Es sollte der Grundstein zur 43:39-Pausenführung der Gastgeberinnen sein.

„Zu viel zugelassen“

„In Durchgang eins haben wir in der Abwehr viel zu viel zugelassen. So konnte der Gegner oft punkten. Trotz vieler eigener Punkte gelang es nicht, uns ein Polster zu verschaffen“, analysierte Brown die erste Hälfte. Auch nach dem Seitenwechsel erwischte Mainz den besseren Start und glich aus. Dann verflachte das Match, bis die Homburger plötzlich in der achten Minute des dritten Viertels den Hebel umlegten. Sie zogen auf zehn Punkte davon und bauten den Vorsprung sukzessive aus. Vor allem Macarena Rosset lief zu großer Form auf. Angefeuert von ihrer Mutter auf der Tribüne, dribbelte sie immer wieder durch die gegnerische Abwehr und versenkte den Ball im Korb.

Den Schlusspunkt setzte mit einem der vielen verwandelten Dreier Bad Homburgs Joanna Semerda. „Fakt ist, dass wir deutlich besser spielen können als Mainz. Defensiv waren wir heute absolut nicht auf der Höhe und müssen uns deutlich steigern. Positiv war, dass heute nicht nur die etatmäßigen Werferinnen gepunktet haben, sondern nahezu alle Spielerinnen Bälle versenken konnten“, sagte Brown nach dem Abpfiff.

Ob die Festung Feri-Sportpark aber auch im Pokal ihre Wirkung entfalten kann, zeigt sich am kommenden Sonntag. Dann wird der Erstligist Bad Aibling im Niederstedter Weg antreten.

Falcons: Marfone (22/5), Straib (8), Rosset (16/1), Semerda (3/1), Popkey (16/4), Lehnert (7) Bleise (8), Scheibinger (1), Krentz (2).

HTG Bad Homburg – Fireballs Bad Aibling (So., 16.30 Uhr)