Falcons mit feurigem Auftritt

Bad Homburg. 

Das Spiel verloren, das Lachen aber nicht: Für die Basketball-Damen der Elangeni Falcons Bad Homburg war die erste Heimniederlage der Saison durchaus zu verkraften. Vor nur 40 Zuschauern unterlag das Team von Trainer Jay Russell Brown in der 3. DBBL-Pokalrunde Erstligist Fireballs Bad Aibling mit 60:90 (34:48).

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Die Falcons zeigten starke Moral. Und auch ohne Stammspielerinnen und Punktegaranten wie allen voran Celia Marfone (grippaler Infekt) oder Lucie Straib zeigten sie, wie viel Kampfgeist und Freude am Spiel in ihnen steckt. Dabei kamen besonders die jüngeren Kräfte des Kaders zu wohlverdienter Spielzeit. „Wir haben einige starke junge Talente im Kader, die in solch einem Match unter Beweis stellen konnten, wie weit sie in ihrer Entwicklung bereits sind“, sagte Vorstandsmitglied Michael Rhein, „es war schön zu sehen, dass sich Spielerinnen wie Florentine Rößner, Emely Johanns oder Anna Sofie Krentz direkt so gut einbringen konnten.“

Die ersten Punkte der Falken besorgte Tanja Lehnert nach drei Minuten. Zuvor hatte Bad Aibling mit drei Körben am Stück bewiesen, warum man als Favorit in die Partie gegangen war. Der erste versenkte Ball glich einer Initialzündung für die Gastgeberinnen. Trotz der insgesamt schnelleren Umschaltbewegung und Kombinationen des Erstligisten verloren die HTG-Damen in den ersten drei Vierteln nie den Anschluss und nahmen die Herausforderung hochmotiviert an. Der 34:48-Pausenstand bot somit keinerlei Anlass für lange Gesichter.

Eine kurze Schwächephase der Falcons nutzten die Fireballs umgehend, um die eigene Führung auszubauen. Doch angetrieben von einer starken Lehnert und der ebenfalls wieder auffälligen Macarena Rosset, die auch gegen die Erstliga-Defensive immer wieder einen Weg zum Punkten fand, ließen die Bad Homburgerinnen die Punktedifferenz wieder schmelzen. Erst im letzten Abschnitt schwanden Browns Damen die Kräfte. Doch auch Bad Aibling gelang nun weniger, was nur 18 Zähler in den letzten zehn Minuten aufzeigen.

„Ganz unabhängig vom Ergebnis bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft“, verneigte sich Brown nach dem Abpfiff verbal vor seinen Spielerinnen, „wir haben schmerzhafte Ausfälle für die Partie hinnehmen müssen und trotzdem nie zurückgesteckt. Es war das erwartet schwere Spiel mit dem ebenso erwarteten Ausgang, trotzdem gebührt meinen Mädels größter Respekt.“