2. DBBL: Auch der Tabellenzweite scheitert im FERI Sportpark

Bad Homburg. 

Der Feri-Sportpark ist und bleibt für Gästeteams der Elangeni Falcons Bad Homburg eine uneinnehmbare Festung. Diese Erfahrung musste gestern auch die DJK Brose Bamberg, Tabellenzweiter der 2. Basketball Bundesliga Süd (Damen), machen und sich mit 60:65 (22:29) geschlagen geben.

Die Zuschauer erlebten eine Partie, die vor allem von der starken Kollektiv-Arbeit der souverän verteidigenden Gastgeberinnen geprägt war. Dem vermeintlichen Favoriten gelang vor allem in Halbzeit eins nur wenig. Viele Fehlwürfe und die bissige Defensive der Damen von Coach Jay Russell Brown dämmten die Bamberger Versuche nahezu vollends ein.

„Defensiv haben wir erneut auf einem unglaublich hohen Niveau gespielt und einem sehr starken Gegner kaum Luft zum Atmen gelassen. Mit solch einer Spielweise verdient man sich dann letztlich auch einen so tollen Erfolg“, strahlte der Head-Coach nach der Partie.

Auftakt für ein dominantes erstes Viertel der Gastgeberinnen bildete Celia Marfones Drei-Punkte-Wurf nach gerade einmal 20 gespielten Sekunden. Es sollte der erste von insgesamt neun Long-Distance-Treffern sein – und zugleich der erste Schritt auf dem Weg zu einer 17:7-Führung nach den ersten zehn Minuten.

Auch im zweiten Spielabschnitt wichen die Falken nicht von ihrem Match-Plan ab. Mit zielgerichteter Abwehrarbeit und vielen erfolgreichen Gegenstößen rückte die HTG die Kräfteverhältnisse, die noch vor dem Spiel galten, zurecht und witterten die Chance auf eine Sensation. Großen Anteil daran hatte erneut Neuzugang Noemi Czirjak, die ihre Geschwindigkeit und Kraft nicht nur aufgrund eines Dribblings an vier Bamberger Verteidigerinnen vorbei unter Beweis stellte.

Purer Wille und Ovationen

Die Bad Homburger 29:22-Pausenführung rüttelte die Gäste nach dem Seitenwechsel noch einmal auf. Es entwickelte sich ein munteres Auf und Ab zwischen beiden Formationen, ohne dass aber eine ernsthafte Gefährdung für die Führung der Homburgerinnen bestand. Erst der letzte Spielabschnitt brachte nochmals richtig Emotion mit sich. Hier gelang Brose um die „1,96-Meter-Riesin“ Victoria Waldner sechs Minuten vor dem Ende erstmals die Führung. Doch statt mit Resignation reagierten Browns Schützlinge mit purem Willen und gleich fünf Zählern am Stück, angepeitscht vom lautstarken Publikum. Damit war der letzte Widerstand der Gäste gebrochen und die Falken verdienten sich neben den beiden Punkten auch stehende Ovationen von den Rängen.

„Was mich in diesem Spiel besonders begeistert hat, war die geschlossene Mannschaftsleistung. In diesem Spiel haben keine Einzelaktionen den Unterschied gemacht, sondern die Tatsache, dass wir die Schlüsselspielerinnen unseres Gegners gemeinsam aus dem Spiel genommen und unsere Chancen dann eiskalt genutzt haben“, unterstrich Homburgs Trainer Brown die Stärken seines Kaders. (Taunus Zeitung vom 30.1.2017)