Falcons auch im Derby gegen RMB erfolgreich

In der 2. Basketball-Bundesliga Süd sind die Damen der Elangeni Falcons Bad Homburg den Playoffs um den Aufstieg mit dem gestrigen 71:64-Erfolg bei den Rhein-Main Baskets in Hofheim ein großes Stück näher gekommen.

Vier Spieltage vor Ende der Saison hat das Team von Jay Russell Brown den Vorsprung gegenüber den Rhein-Main Baskets von zwei auf vier Punkte ausgebaut. Zudem ist man im direkten Vergleich im Vorteil, denn im Hinspiel im Feri-Sportpark hatte es einen 84:82-Sieg nach Verlängerung gegeben.

 

 

„Der einzige Vorwurf, den ich meiner Mannschaft machen muss: dass sie die Partie nicht schon früher entschied“, war Brown mit der Vorstellung vor 120 Zuschauern in der Brühlwiesenhalle vor allem in der ersten Hälfte richtig zufrieden.

In diesen 20 Minuten war es den Gästen super gelungen, dem Gegner das eigene Tempo aufzuzwingen und unter beiden Körben souverän zu agieren. Die Homburger 22:11-Führung nach dem ersten Viertel drückt diese Dominanz auch klar in Zahlen aus und der 41:29-Halbzeitstand für die Elangeni Falcons war eigentlich ein klares Signal in Richtung 11. Saisonsieg.

Auch nach dem 41:52 aus Sicht der Rhein-Main Baskets nach Ende des dritten Abschnitts bestand noch kein Grund zur Beunruhigung. Aber dann hatten die Gastgeberinnen einen Lauf und verkürzten den Rückstand bis auf zwei Punkte. Als die Begegnung in der Schlussphase zu kippen drohte, behielt Tanja Lehnert kühlen Kopf, verwandelte ihre Freiwürfe und Korbleger sicher und hielt die Hofheimerinnen auf Distanz. „Für uns psychologisch ganz wichtig war in dieser Phase auch ein Dreier von Noemi Czirjak, der die Weichen zum Sieg stellte“, atmete Brown hinterher erst einmal tief durch.

Die drei Spielerinnen im Gäste-Team, die gestern jeweils mehr als 31 Minuten auf dem Feld standen, erzielten auch die meisten Punkte: Celia Marfone 19 sowie Regisseurin Elena Popkey und Julia Pöcksteiner jeweils 14.

Nach dem Coup scheint für die Elangeni Falcons jetzt sogar die Vizemeisterschaft möglich, mit der man mit Heimvorteil in die Playoffs starten würde. Die auf Rang zwei stehende DJK Brose Bamberg hat mit 24 Punken nur zwei Zähler mehr als die HTG und die Bambergerinnen müssen am 12. März noch zu Spitzenreiter Heidelberg.

Elangeni Falcons HTG Bad Homburg: Marfone (19/2), Popkey (14/2), Pöcksteiner (14/2), Czirjak (9/1), Lehnert (7), Bleise (5), Semerda (3), Scheibinger, Straib, Johanns, Rößner. sp