Falcons lassen Federn ....

Taunuszeitung vom 27.2.17

 

Nach dem Abpfiff gab es für die Elangeni-Damen der Falcons Bad Homburg keinerlei Grund für ausgelassene Karnevalsstimmung. Die geplante Revanche für das Debakel im Hinspiel gelang Coach Jay Russell Browns Schützlingen gegen die SG Weiterstadt nicht. Stattdessen gab es in der 2. Basketball-Bundesliga Süd auch im heimischen Feri-Sportpark eine hohe 45:73 (25:39)-Niederlage.

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Die Gastgeberinnen steckten damit einen herben Rückschlag im Kampf um die Playoffs ein, den es kommende Woche bei Jahn München wieder wettzumachen gilt. Als zentrales Problem seiner Mannschaft sah der Übungsleiter die mangelhafte Trefferquote. „Wir haben keinen einzigen Dreier versenkt. Das sagt an sich schon mehr als genug über unser Spiel aus, sind wir in der Regel doch ein Team mit einer sehr starken Trefferquote“, so Brown.

Die rund 100 Zuschauer mussten vom Anwurf an miterleben, dass ihre Falcons große Probleme mit dem selbstbewusst auftretenden Kontrahenten hatten. Schon im ersten Abschnitt wurde klar, dass die schnellen Dribblings von Noemi Czirjak kein effizientes Mittel sein würden. Hinzu kam eine Celia Marfone mit deutlicher Ladehemmung.

Auch im zweiten Viertel bekamen die Gastgeberinnen keinen Fuß in die sprichwörtliche Tür und offenbarten ungewohnte Passspiel-Schwächen. Bezeichnend hierfür war ein Vorstoß der Falken, bei dem Czirjak völlig frei und einwurfbereit aufs Zuspiel ihrer Teamkameradin wartete, diese jedoch den nötigen Überblick vermissen ließ und ein Abspiel mitten in die gegnerische Defensive ablieferte. Diese Unzulänglichkeiten führten letztlich zum 25:39-Zwischenstand.

Nach dem Wechsel dominierten die Gäste. Besonders Samantha Lapszynski (19 Punkte) und Christina Krick (17) waren von der HTG-Abwehr kaum zu bremsen. Ebenfalls nicht zu bremsen war trotz des Anblicks der Anzeigentafel das Bad Homburger Publikum, das ihr Team gerade in der Endphase der Partie mit vielen Anfeuerungsrufen nach vorne peitschen wollte.

„Die Niederlage geht völlig in Ordnung und ist sicherlich nicht nur unserer schlechten Leistung geschuldet. Weiterstadt hat aufopferungsvoll verteidigt, immer wieder sehr gute Akzente nach vorne gesetzt und die sich bietenden Chancen exzellent genutzt. Scheinbar sind sie eine Art Angstgegner für uns“, erkannte der HTG-Coach die starke Leistung der Gäste an.

HTG Bad Homburg: Marfone (11), Straib (2), Semerda (8), Czirjak (4), Popkey (4), Lehnert (6), Pöcksteiner (8), Bleise (2), Johanns, Rößner (2), Krentz.