Sasha und Camilla im Anflug...

Die Elangeni Falcons Bad Homburg vermelden zwei Neuzugänge aus dem Ausland. Mit Alexandra „Sasha“ Polishchuk und Camilla Grönberg fliegen in der kommenden Woche zwei Basketballerinnen ein, die künftig das Spiel des Playoff-Halbfinalisten organisieren sollen.

Polishchuk hat die weiteste Anreise. Sie hat in ihrer Heimatstadt Vancouver längst damit begonnen, sich für die Saison fitzumachen, die für die HTG-Korbjägerinnen mit einem Heimspiel am 30. September (15 Uhr) gegen Würzburg beginnt.

Die 30-jährige Aufbauspielerin verfügt über viel internationale Erfahrung, hat schon in Schweden und zuletzt in Kiew in der Ukraine gespielt, wo sie familiär verwurzelt ist. Sie soll als Point Guard auf dem Feld der verlängerte Arm von Coach Brown werden. Polishckuk wurde für die US-Amerikanerin Elena Popkey verpflichtet, die in die 1. Liga Schwedens wechselte.

Ihr zur Seite steht künftig auf der Position 2 (Shooting Guard) mit Camilla Grönberg eine finnische Nationalspielerin. Die 23-Jährige, für die es die erste Station im Ausland ist, soll ihre Defensiv-Qualitäten einsetzen und vor allem auch für Punkte aus der Distanz sorgen. Grönberg ist wiederum als Ersatz für Julia Pöcksteiner vorgesehen. Die Österreicherin wechselte zum mehrfachen deutschen Meister Wasserburg und hat sich dort zum Ziel gesetzt, in der 1. Mannschaft Fuß zu fassen, die auch auf europäischer Ebene aktiv ist.

Falcons-Coach Brown bedauerte die Abgänge, gewundert hat er sich darüber aber nicht. Für ihn ist das ein Beweis für das gute Scouting seines Vereins. „Wenn diese Mädels dann auch noch super performen, kann man davon ausgehen, dass sie nach Saisonende bessere Angebote aus dem Ausland oder aus höheren Ligen bekommen. Da können wir finanziell einfach nicht mithalten“, kommentiert Brown.

Auf die beiden Verstärkungen aus dem Ausland freut sich der Trainer bereits. „Camilla hat viele Qualitäten, mit ihr können wir unser Spiel sehr variabel aufstellen“, glaubt Brown. Sehr aufgeregt sei sie, wird die Finnin in einer Mitteilung des Vereins zitiert, sie habe immer schon einmal nach Deutschland gewollt. Über Polishchuk ist Brown voll des Lobes: „Sasha kann sehr gut das Spiel lesen, sie ist vielseitig, kann attackieren und von außen werfen und vor allem ihre Mitspielerinnen gut in Szene setzen.“ Ihre Erfahrung wolle sie gern an Talente ihres Teams weitergeben, wird Polishchuk zitiert, die ebenfalls noch nicht in Deutschland spielte.

Eine deutlich kürzere Anreise hat Gergana Georgieva, der bis dato dritte Neuzugang im Bunde. Die 30 Jahre alte Centerspielerin mit einem bulgarischen und einem deutschen Pass ging sieben Jahre lang für Zweitliga-Konkurrent ASC Theresianum Mainz auf Korbjagd, der mittlerweile abgestiegen ist. Georgieva war zuletzt die zweitbeste Scorerin der 2. Bundesliga Süd. (TZ vom 24.8.17/rem)