Bundesliga Damen gewinnen nächsten Krimi

Falcons gewinnen nächsten Krimi

VON ANGELO CALI  (Taunuszeitung)Vierter Sieg im fünften Spiel, und erneut war es ganz eng. Die Falcons Bad Homburg sind auf dem besten Weg, ihren hohen Ansprüchen in der 2. Basketball-Bundesliga gerecht zu werden. 
Abklatschen für eine gute Leistung: Gergana Georgieva geht für die Falcons angeschlagen ins Spiel und erzielt 14 Punkte. Archivfoto: spFoto: Gerhard StrohmannAbklatschen für eine gute Leistung: Gergana Georgieva geht für die Falcons angeschlagen ins Spiel und erzielt 14 Punkte. Archivfoto: sp
Bad Homburg. 

Die Anspannung wollte und wollte nicht von ihm abfallen. Hinter Trainer Jay Russell Brown und den Basketball-Fans im Feri-Sportpark lag das laut Browns Einschätzung „schwierigste und hochklassigste Match“ der Elangeni Falcons Bad Homburg in dieser Zweitligaspielzeit. Selbst der befreiende Siegesjubel ging dem Head-Coach nicht sofort über die Lippen, hatte er doch eine Partie mit Höhen und Tiefen durchlebt, an deren Ende ein denkbar knapper 74:72 (40:43)-Erfolg gegen die Krofdorf Knights stand.

„Hier kocht keine ihr eigenes Süppchen“, lautete der kurze und prägnante Kommentar des Bad Homburger Übungsleiters zum Erfolgsschlüssel seiner Schützlinge. Was er meinte, bezeichnen Basketballer auch gerne als Teamspirit.

Für eine dem Spiel würdige Zweitliga-Atmosphäre sorgten nicht zuletzt die lautstarken Fans der Gäste aus dem Ortsteil von Wettenberg. Auch die rund 70 Anhänger der HTG-Damen ließen sich vom Geschehen auf dem Parkett dermaßen mitreißen, dass es sie im letzten Spielabschnitt kaum noch auf den Sitzen hielt.

Schon der Auftakt der Partie gestaltete sich furios und ohne langes Abtasten. Ein munteres Hin und Her sorgte für einen Zwischenstand von 20:24 aus Sicht der Gastgeberinnen. Das größte Ärgernis für Browns Team war die US-Amerikanerin Erin Bratcher, die allein im ersten Spielabschnitt 22 ihrer 30 Punkte erzielte. Für den über die gesamte Spielzeit wie gewohnt energisch an der Seitenlinie agierenden HTG-Coach herrschte umgehend Handlungsbedarf. „Wir mussten unseren Matchplan aufgrund der aggressiven Spielweise unseres Gegners umstellen“, sagte Brown. „Krofdorfs Probleme mit unserer Zonen-Verteidigung kamen uns dann sehr entgegen. Trotzdem war dies der bislang stärkste Gegner in der laufenden Saison.“

Browns Maßnahmen sollten umgehend fruchten und die Falcons trotz zwischenzeitlichen Zehn-Punkte-Rückstandes kein weiteres Viertel mehr abgeben. Für Abteilungsvorstand Michael Rhein, der in der zweiten Halbzeit als Hallensprecher wirkte, ist diese Tatsache auch ein Beweis für den starken Teamgeist. „Trotz einiger Neuzugänge hat sich hier bereits eine starke Einheit gebildet, die den Kopf nicht in den Sand steckt.“

Talente beeindrucken

In diesem eingeschworenen Mannschaftsgefüge präsentierte sich nicht nur Power Forward Stephanie Lynn Furr (17 Punkte/8 Rebounds) als treibende Kraft. Besonders die Nachwuchstalente beeindruckten ihren Coach. „Isabelle Gregor und Anna Sofie Krentz haben sich umgehend integriert, so dass keinerlei Bruch in unserem Spiel zu erkennen war“, lobte der Trainer seine jungen Korbjägerinnen.

Die erst 16-jährige „Isi“ Gregor freute sich zwar über das Lob für ihre Leistung. „Viel wichtiger“ sei ihr jedoch „der wichtige Sieg in einem durchgängig packenden Duell“ gewesen.

Bad Homburg: Finke, Furr (17), Georgieva (14), Gregor (2), Grönberg (2), Kacperska (15/4), Krentz, Lehnert (13), Polishchuk (8), Semerda (3/1).