Falcons weiter auf Platz 2

VON ANGELO CALI (Taunuszeitung)Homburgs Basketballerinnen erfüllen die Voraussetzungen für ein Topspiel in Freiburg – und sind zum Scherzen aufgelegt. 
Gergana Georgieva behält in der Endphase die Übersicht.Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Gergana Georgieva behält in der Endphase die Übersicht.
Bad Homburg. 

Nach der abschließenden Teambesprechung war die nicht erfüllte Abmachung zwischen dem Head-Coach der Elangeni Falcons Bad Homburg, Jay Russell Brown, und seiner „Kampfmaschine“ Gergana Georgieva der verbliebene Wermutstropfen. „Ich hatte Jay 15 Rebounds versprochen, letztlich sind es aber nur 14 geworden. Also schulde ich ihm noch einen“, verriet der Forward mit einem Schmunzeln. Die Freude war beiden nach dem 77:71 (38:34)-Triumph über Burger Estriche Jahn München anzusehen. Für die HTG-Korbjägerinnen war es im letzten Heimspiel des Jahres bereits der siebte Saisonsieg in der 2. Bundesliga Süd. Diese Bilanz ermöglicht Browns Schützlingen nun das Top-Spiel um Platz eins am kommenden Samstag bei den Eisvögeln des USC Freiburg.

Die Gäste aus der bayerischen Landeshauptstadt waren am Sonntag mit einem kleinen, nur acht Damen starken Kader angereist. Dieser umfasste jedoch die drei gefährlichsten Akteurinnen, die 16-jährige Emily Bessoir (17 Punkte), Ex-Nationalspielerin Anne Delafosse (8) und Nicole Schmidt (14). Das machte seinem Ruf alle Ehre und sorgte mit großer Treffsicherheit bei den Würfen in der ersten Halbzeit für eine ausgeglichene Partie. Vorstandsmitglied Michael Rhein meinte zur Pause, dass eigentlich nur ein Umstand für das Kippen der Kräfteverhältnisse sorgen könnte. „Wenn München ein wenig die Puste ausgeht und ihre Chancenverwertung darunter leidet, könnten wir die Oberhand gewinnen“, lautete sein Halbzeitkommentar. Und seine Hoffnungen sollten vom Basketball-Gott erhört werden.

Die Münchenerinnen versenkten nach dem Seitenwechsel nicht mehr so viele Würfe im gegnerischen Korb, während Bad Homburg die sich einschleichenden Patzer zur Freude seines Übungsleiters regelmäßig nutzen konnte. „Nach einer im Vergleich eher schwachen ersten Hälfte mit vielen individuellen Fehlern haben wir uns besser auf die Zonenverteidigung unseres Gegners eingestellt. Im Angriff haben wir dann den notwendigen Extra-Pass gespielt, der zum Punktgewinn nötig war“, analysierte Brown. Und auch die HTG Youngster zeigten wieder ihr Können. Während Anna Krentz und Isabel Gregor Münchens Aufbauspielerinnen das Leben schwer machten hatte Emily Johanns ihre Namensvetterin, die Jugendnationalspielerin Emily Bessoir gut im Griff. 

Spannung beim 68:66

Erst mit dem Beginn des letzten Viertels warfen die Gäste nochmals all ihre Energien in die Waagschale, um etwas Zählbares aus dem Feri-Sportpark zu entführen. Und so wurde es drei Minuten vor dem Ende beim 68:66 nochmals spannend. Die Entscheidung brachte dann erst eine Aktion von „Geri“ Georgieva. Die 30-Jährige schloss trotz eines Foulspiels ihren Korbleger ab – und verwandelte. Da sie auch den zusätzlichen Freiwurf in die Maschen warf, war ein Comeback der Gäste in den verbleibenden Sekunden nahezu unmöglich.

Bad Homburg: Kacperska (14/1), Finke (4), Jugo, Grönberg (6), Semerda, Gregor, Polishchuk (15/1), Lehnert (9), Georgieva (14), Johanns, Furr (13), Krentz (2).