Falcons kämpfen wie noch nie...

Die passende Antwort auf Keltern: Bei Falcons-Trainer Jay Brown ist das Strahlen zurück. Der Grund liegt auf der Hand. 
Geschickt schirmt Falcons-Neuzugang Nerea Garmendia Odriozola (rechts) den Ball vor Magdalena Landwehr ab.
Bad Homburg. 

Sechs Tage nach der frustrierenden 69:78-Niederlage nach Verlängerung in Keltern durfte sich Jay Brown am Samstagabend wieder richtig freuen. Seine Elangeni Falcons Bad Homburg hatten in der 2. Bundesliga Süd gegen DJK Brose Bamberg mit dem für Basketball-Verhältnisse ungewöhnlich punktearmen Ergebnis von 45:37 gewonnen – der nächste Schritt auf dem Weg in die Playoffs.

„Alle zehn Spielerinnen haben sich 40 Minuten lang perfekt an die taktischen Vorgaben gehalten und gaben auf die schwache Partie in Keltern mit großartiger Einstellung die richtige Antwort“, war Brown begeistert von der grandiosen Defense, die gegen das von Jessica Miller hervorragend eingestellte Brose-Team keine Schwächen zeigte.

Die Zuschauer erlebten eine überaus spannende Partie, bei der bis zur Pause (19:19) gerade mal 38 Punkte erzielt wurden. Ende des dritten und zu Beginn des letzten Viertels verschafften sich die Falcons zehn Punkte Vorsprung. Der reichte aus, um auch das Rückspiel gegen die DJK zu gewinnen, nachdem es bereits in Bamberg einen 80:68-Erfolg gegeben hatte. „Wir haben vergangene Woche unser Augenmerk auf ein verbessertes Abwehrverhalten gelegt“, erläuterte Brown den Schlüssel zum Sieg. Nachdem zuletzt in Weiterstadt 75, gegen München 71, in Freiburg 78 und in Würzburg gar 91 Punkte zugelassen wurden, sah er sein Team im Verteidigungsbereich gefordert: „Die Mädels waren sehr einsichtig und haben gekämpft wie noch nie in dieser Saison.“ Kurios: In den 40 Minuten gab es lediglich drei Dreier. Für die Falcons traf Alexandra Polishchuk aus der Distanz, für die Gäste aus Oberfranken Jamiyah Bethune und Sandra Schrüfer.

Beeindruckend ist die Statistik für die Rebounds: auf Falcons-Seite wurden in der Defensive 26 und in der Offensive 11 notiert – bei Brose waren es 37 in der Abwehr und 13 unterm gegnerischen Korb. sp

Taunuszeitung vom 29.1.2018