Herren 1 – Sieg gegen DISBU Rüsselsheim

Heren 1 19-20 WEB

– SO RICHTIG SPASS HAT ES NICHT GEMACHT (mehr dazu im Bericht…), Niederlagen der Landesliga Herren gegen Spitzenteams – verletzungs- und berufsbedingte Ausfälle zollen Tribut

Zuerst einmal die Info: Leistungsgerecht gewannen die Landesliga Herren das Spiel gegen Rüsselsheim mit 76:68, sowie verloren die Spiele gegen Darmstadt mit 91:73 und Babenhausen 71:53 – ebenso leistungsgerecht der Personalsituation des HTG-Teams geschuldet. So ist das nun mal im Basketball – eine Mannschaft verliert, eine gewinnt.

WESHALB ES KEINEN SPASS GEMACHT HAT: Nach Meinung des Verfassers ist in den letzten Spielen eine „Verrohung der Sitten“ zu beobachten. Man hat das Gefühl Spieler spielen überhart und über der Grenze des im Regelwerk beschriebenen Erlaubten – was regelkonform und im Sinne des Basketballspiels in Fouls mündet. Danach motzen, diskutieren und kommentieren Spieler, sowie Trainer fast jede Entscheidung der Schiedsrichter. Die Schiedsrichter lassen mit sich in reden, vereinzelt lassen sie sich auch mehr und mehr davon beeinflussen und zögern sogar zu lange dieses unsportliche Verhalten in Form von technischen Fouls zu sanktionieren, was der Sache nicht hilft. Im Gegenteil: Spieler und Trainer des Teams, die diszipliniert und sachlich agieren werden benachteiligt oder im weiteren Spielverlauf gar mit weniger Foulpfiffen „bestraft“ und auf diesem Niveau aus dem Spiel gebracht . Eine Erklärung zu dem „Phänomen“ gibt es weiter unten.

Es ist Landesliga, alle Beteiligten wollen in erster Linie Spaß und nicht Stress aus den Spielen mitnehmen. Verlieren gehört nun mal dazu und man muss es wie ein Mann nehmen, es gibt wichtigeres im Leben! Die Trainer sind dafür verantwortlich ihre eigenen Mannschaften und Spieler zu leiten und zu steuern, sowie die Moral und den Respekt gegenüber des Basketballspiels zu erhalten. Die Trainerqualität dafür ist in der Liga definitv da. Sachlichkeit vor!  

Mit nur insgesamt acht angetretenen Spielern, einer davon von der MU18, gab es beim athletischen und körperlich starkem Team von Darmstadt 98 nichts zu holen. Als beim Tabellenzweiten nach einer Minute Spielzeit der nächste verletzte Spieler ausgewechselt werden musste, schrumpfte die ohnehin schon dünne Rotation auf ganze sieben einsatzfähige Spieler – alles Aufbau- oder Flügelspieler. Mit überragender Einstellung und mit tollem Einsatz schaffte es das Team um Kapitän Tim Vogel das Spiel im ersten Viertel ausgeglichen zu gestalten. Im zweiten Viertel wechselten die Gastgeber ihre großen Spieler ein und mit zweistelligem Rückstand ging es in die Halbzeit. Auch in Durchgang zwei kämpften die HTG Herren tapfer gegen den überlegenen Tabellenzweiten, die Moral stimmte. Nach großem Fight musste das Team von Coach Helmut Wolf in die 91:72 Niederlage einwilligen.

Diesmal mit mehr Spielern aber immer noch ohne zwei wichtigen „starting-five“ Spielern stand das Heimspiel gegen den Tabellendritten und Oberligaabsteiger TV Babenhausen an. Wiederum mit tollem Einsatz und gutem Start lag die Mannschaft zur Halbzeit mit 30:32 hinten, auch nach dem dritten Viertel stand es 44:48 für die Gäste aus Babenhausen, die zwar mit engagierter Verteidigung, aber auch mit vielen kleinen Fouls am und abseits des Balls auffielen. Leider hatten die Schiedsrichter wohl nach dem guten Zureden des Babenhäuser Coaches gedacht sie hätten bereits genügend Fouls gepfiffen und so verließen die Refs ihre Linie der 3 vorangegangenen Viertel und pfiffen kaum noch Fouls gegen Babenhausen, was diese zu Nutzen wussten: 23:9 endete das letzte Viertel und eine zu hohe 71:53 Niederlage stand auf der Anzeigetafel – was eindeutig nicht den Spielverlauf wiederspiegelte.

Anzumerken ist, dass es anscheinend neue Vorgaben für die Schiedsrichter seit den letzten beiden Spielen gibt. So werden die Mannschaften bevorzugt, die viel Foulen und sich dann über die ungerechte Foulverteilung in oder nach der Halbzeit beschweren. Die Folge dessen ist, dass die Pfeife der Schiedsrichter immer öfter stumm bei klaren Fouls bleibt und gleichzeitig bei dem Team mit weniger Fouls „Ausgleichfouls“ geahndet werden – was offensichtlich nicht dem Spiel gerecht wird und auch „Laien“ auffällt. Zudem hat sich das Basketballspiel im Laufe der Jahrzehnte entwickelt und ist nicht mehr auf dem Stand der 90er Jahre, in denen die „Detroit Pistons“ (Nickname: Bad Boys) sehr viel Erfolg damit hatten. Hier wünsche ich mir, das die Schiedsrichter und die Verantwortlichen im Sinne des heutigen, modernen Basketballs darüber nachdenken.