Krasses Spiel – mega Spannung
Wer am Sonntag Nachmittag nicht in der Ballsporthalle der Homburger Turngemeinde war, der hat definitiv was verpasst. Denn was die beiden Teams an diesem Sonntag Nachmittag ihren Fans boten, war aber sowas von Werbung für den Damen-Basketball.
Es war angerichtet in der mit knapp 200 Zuschauern gut gefüllten Heimhalle der Falcons. Erster gegen Dritter. Zu Gast waren die Vimodrom Baskets Jena, die noch eine Rechnung offen hatten. Das Hinspiel in Jena ging nämlich an die Falcons. Von Beginn an spielten beide Teams mit sehr hohem Tempo und schenkten sich nichts. Den besseren Start erwischten die Gäste – 0:4 durch Körbe von Cianna Gloster – doch Isabel Gregor und Tosca Steinhoff hielten dagegen. Ein kleiner 8:0 Lauf brachte eine 10:6 Führung für die Gastgeberinnen, Annika Schwarz verkürzte auf 10:8, ehe Elza Bierina und Jule Seegräber durch Freiwürfe und einen blitzsauberen Dreier weitere 6 Punkte auf das Falcons Konto packten. Auszeit Jena. Annika Schwarz mit erneut zwei Punkten und Jule Seegräber legte einen weiteren Dreier nach (19:10, 7. Minute). Die Intensität, mit der beide Teams unterwegs waren, war unglaublich. Und die Falcons hielten Marta Miscenko und Talyor Brooks gut in Schach. Elza Bierinas Buzzerbeater von der Mittellinie ließ die Fans von ihren Sitzen aufspringen -mit 28:17 ging der erste Durchgang an die Falcons
Jena schlägt zurück
Zu Beginn des zweiten Viertels besann sich Jena auf seine Stärken und nutze eine Schwächephase der Gastgeberinnen, um innerhalb von 5 Minuten den Vorsprung zu egalisieren und in Führung zu gehen. „Da haben wir uns einfach zu viele unnötige Fehler geleistet, waren im Kopf nicht ready,“ so Isabel Gregor. Auch eine Auszeit von Coach Brown half nicht viel. Die Falcons glichen in der 18. Minute zwar noch einmal aus, aber Brooks und Gloster Punkte zum 40:45 waren der Halbzeit-Pausenstand.
7 x Führungswechsel und 6 x Gleichstand
Nach der Halbzeitpause ging es dann munter weiter, das Spiel wurde zunehmend spannender, die Fans für ihr Kommen belohnt. Die Falcons robbten sich Punkt für Punkt wieder heran, glichen in der 24. Minute zum 48.48 aus. Wieder setzte sich Jena durch Körbe von Schwarz, Miscenko und Robertson ein wenig ab, wieder sorgten Gregor und Bierina für den Aufgleich (58:58, 29. Minute. Insgesamt gab es 7 Führungswechsel und 6 mal Gleichstand im Spiel, so eng ging es in dieser Partie zu. Mit 58:61 ging es in den letzten Abschnitt.
Annika Heck legte für Jena nach, Monika Crnjac wird bei einer schönen Aktion zum Korb gefoult, trifft aber nur einen von zwei Freiwürfen. Brooks trifft ihren nächsten Dreier und erhöht auf 59:66. Wieder wird Isabel Gregor gefoult und ist erneut nervenstark an der Freiwurflinie, verwandelt beide Freiwürfe (61:66). Doch Jena kann den Vorsprung halten, Annika Heck erhöht erneut auf 7 Punkte, während Claire Signatovich beide Freiwürfe verfehlt. Aber die aufmerksame Meghan Kenefick angelt sich den Rebound und netzt ein. 63:68 – die Spannung ist greifbar, das Publikum geht frenetisch mit. Dann foult Gregor Laila Walker, die eiskalt ihre Freiwürfe verwandelt und auf 63:70 erhöht. Die Falcons erhöhen den Druck in der Defense, stealen den Ball und Gregor trifft einen weiteren Dreier, gefolgt von einem Dreier durch Meghan Kenefick, der die Halle fast explodieren lässt. 69:70 (34.Minute). Walker lässt einen Freiwurf liegen. Gregor versenkt einen weiteren Dreier, die Falcons liegen nach langer Zeit wieder in Führung (36. Minute). Signatovich legt nach gutem Anspiel von Steinhoff nach, doch Annika Schwarz hält mit weiteren 2 Punkten dagegen. Jeder Angriff wird jetzt auf beiden Seiten hart verteidigt. Bierina lässt 2 Freiwürfe liegen, Miscenko trifft für Jena und holt die Führung wieder zurück.
Die letzten Minuten haben es in sich
Drei Minuten vor dem Ende gleichen die Falcons durch Kenefick wieder aus (79:79), die auch gleich 20 Sekunden später für 2 Punkte trifft. Signatovich legt nach zum 83:79 – Auszeit Jena bei noch knapp 20 Sekunden. Robertson trifft einen weiteren Dreier zum 83:82, die Spannung ist überhaupt nicht mehr auszuhalten. Die Zuschauer stehen schon seit über einer Minute auf den Rängen und feuern ihr Team frenetisch an. Angriff Falcons, Annika Heck foult Gregor, die erneut nervenstark beide Freiwürfe verwandelt. Jenas Trainerin nimmt noch einmal eine Auszeit, doch die Falcons stören den letzten Angriff der Gegnerinnen und spielen einen langen Pass nach vorne, der aber nicht mehr verwertet werden kann. Mit 85:82 endet eine hochklassige Partie zweier ebenbürtiger Teams mit leichten Vorteilen für die Falcons.
Völlig fertige Zuschauer und ein stolzer Coach
„Ein Wahnsinns-Spiel,“ so eine völlig fertige Zuschauerin. „Nix für schwache Nerven!“ Wie eng es war zeigt auch die Statistik. „Am Ende waren es die Freiwürfe, die uns den Sieg gebracht haben,“ so Tosca Steinhoff. Denn die anderen Quoten brachten überall leichte Vorteile für die Gäste. „Ich bin mega stolz auf mein Team,“ so Coach Brown. „Heute hat bis auf das 2. Viertel vieles geklappt. Vor allem hat das Team in der 2. Halbzeit sehr dizipliniert gespielt und den Gameplan gut umgesetzt. Und die Zuschauer waren der 6. Mann oder besser gesagt die 6. Frau auf dem Feld. Es war einfach ein krasses Spiel. Ein großes Lob auch an die beiden Unparteiischen, die diese enge Partie mit viel Fingespitzengefühl und erstklassiger Leistung geleitet haben.“
Falcons:
Kenefick (19 Pkt./3 Dreier/5 reb.), Gregor (18/2/4/8 Ass.), Bierina (16/1/9), Signatovich (16/0/14), Seegräber (9/3/3), Steinhoff T.(3/1/1), Crjnac (4), Steinhoff J, Soth, Sandner, Seeliger, Oberhag
Vimodrom Baskets:
Walker (14/2/6), Heck (4/0/5), Rosanke, Miscenko (17/1/14), Nwaobi, Thiele (2/0/3), Gloster (14/0/8), Robertston (17/4/3), Schwarz (14/2/1)

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