Team

2. Bundesliga Nord - Das Team

Damen1

 

Falcons 4.0 – diesmal in der Gruppe Nord
Herbstmeister, All-Star-Game Teilnehmer, Playoffs….. Die hatte es in sich. Nach einem schlechten Beginn mit einer Niederlage im Pokal und einer weiteren gleich im ersten Saisonspiel startete die Mannschaft von Coach Brown richtig durch, leistete sich nur noch wenige Ausrutscher, besiegte den Favoriten und Aufstiegskandidaten Freiburg in beiden Rundenspielen und eroberte die Herzen der Fans im FERI Sportpark.
Am Ende standen die Falcons etwas überraschend auf dem 2. Tabellenplatz, waren für die Playoffs qualifiziert und schieden dort im 3. Spiel unglücklich gegen München aus. Der Frust war
groß, doch der Blick geht nach vorne.
Die kommende Saison: Und dieser Blick geht diesmal Richtung Norden – denn die Falcons müssen die kommende Saison
in der Nordstaffel antreten. Grund dafür sind die vielen Rückzüge und Kooperationen der Nordteams, was die Nordliga auf 8 Teams schrumpfen ließ während im Süden 12 Mannschaften
meldeten. Somit sah sich die Ligaführung gezwungen zwei Teams von Süd nach Nord zu verfrachten um die Ligen auszugleichen – es traf die Krofdorf Knights und die Falcons. Trotz
mehrfacher Intervention ließ die Liga nicht mit sich reden. Management und Trainerstab standen nun vor einer schweren Entscheidung. Ein Antritt in der
Liga Nord würde die Kosten extrem nach oben treiben, denn alleine die Auswärtsfahrten bedeuten fast das Doppelte an Kilometern und Aufwand. Dazu der Verlust der Regionalderbys
(Langen, Weiterstadt) und damit verbunden geringere Einnahmen bei den Eintrittsgeldern. Und ein weiteres Organisationsproblem kam dazu – denn die 2. Damen waren in die Regionalliga
aufgestiegen und damit verbunden bedeutet das für die Nachwuchsspielerinnen: Regio im Süden
und Bundesliga im Norden. Also erheblich mehr Zeit- und Organisationsaufwand – keine tollen Voraussetzungen für eine reibungslose Saison. Die Vorbereitungen für die Saison waren aber bereits so weit fortgeschritten, dass man sich
schlussendlich dafür entschied doch anzutreten. „Wir müssen uns der Situation stellen, das sind wir unseren Fans und Sponsoren schuldig, denn viele Verträge waren bereits abgeschlossen und
Aufträge in Arbeit“, so das Management. „Auch wenn die Kaderplanung jetzt natürlich alles andere als optimal ist – schließlich war sie auf die Südgruppe ausgerichtet – werden wir mit den
vorhandenen Mitteln und den vorhandenen Spielerinnen in die Saison gehen und uns bestmöglich verkaufen.“

Das Team 2018/19:
Mit Sasha Polishchuk, Stephanie Furr, Nerea Garmendia und Geri Georgieva bleibt der erfahrene „harte“ Kern der Mannschaft bestehen. Diese vier Spielerinnen bringen viel Erfahrung
und sollen diese auch in der kommenden Saison wieder an die Nachwuchsspielerinnen weiter
geben. Und davon haben wir bei den HTG Falcons reichlich. Anna Krentz, Emily Johanns, Emma Rhein, Isabel Gregor, Lejla Jugo und Ronja Köhler heißen die jungen Bad Homburger Damen, die aus
dem Förderprogramm der HTG Basketball-Abteilung stammen.
Sie stehen im Trainingskader der Falcons und Coach Brown lobt den Einsatz seiner Youngster. „Ich denke, dass wir in der kommenden Saison deutlich mehr von unseren jungen Spielerinnen sehen
werden. Diese Spielerinnen bilden das zukünftige Gerüst unserer Zweitligamannschaft“, so Coach
Brown stolz.

Zugänge:
Leah McDerment (22), die gerade ihren Abschluss am College in Massachusetts gemacht hat ersetzt Camilla Grönberg, die in der kommenden Saison in der 1. Liga in Chemnitz spielen wird. Die sympathische Britin ist flexibel einsetzbar auf den Positionen 1-3 und besticht durch ihren
Einsatz. Und mit der 1,85 großen Kristin Annawald (25, letzte Saison Weiterstadt) haben sich die Falcons eine weitere sehr erfahrene Bundesligaspielerin ins Boot geholt. Mit Jordis Wächter schließt sich eine junge Studentin aus Frankfurt den Falcons an. Die aus Mettmann stammende
23jährige spielte in der letzten Saison erfolgreich in der Regionalliga und möchte jetzt den nächsten Schritt in der Bundesliga gehen. Sarah Kuschel (letzte Saison Krofdorf Knights) hat sich
ebenfalls für die Falcons entschieden – ausschlaggebend dafür war für sie neben dem Team auch das spielerische Konzept.

Abgänge:
Aus dem Team verabschiedet haben sich Camilla Grönberg (1. Liga Chemnitz), Hannah Finke (2. Liga ASC Mainz), Nicola Kacperska (Polen), sowie Joanna Semerda (berufliche Gründe) und Tanja Lehnert (private Gründe). Die Falcons Gemeinde dankt den Spielerinnen für ihren Einsatz auf und neben dem Feld und wünscht ihnen alles Gute auf ihrem weiteren Weg.
Brown muss mit mehr Dynamik und noch härterer Verteidigung in die Saison gehen – und einigen Änderungen in der Spielkonzeption. „Der Norden spielt im Grunde anderen Basketball als der Süden, darauf müssen wir uns einstellen. Wir wollen nicht mehr so leicht ausrechenbar sein, wir wollen den Gegner vor immer neue Aufgaben stellen. Das Personal dazu haben wir zum größten Teil. Die jungen Spielerinnen müssen aber über den Sommer an ihrem Spielverständnis
und an ihrer Übersicht arbeiten, dann werden wir auch in der Nordgruppe gut mitzuspielen“, so Brown. Wie allerdings alle Beteiligten den deutlich erhöhten Zeitaufwand durch die größeren
Entfernungen bewerkstelligen können ist noch nicht ganz geklärt. „Das zieht sich bis in die Jugendteams runter“, so Liz Rhein, HTG Jugendwartin. „Wenn die Damen je nach Auswärtsfahrt bis zu 36 Stunden unterwegs sind, dann fehlt mindestens 1 Trainerin und 4 Spielerinnen für
Regionalliga oder Nachwuchsbundesliga. Ob wir das immer so exakt planen können wissen wir erst im September. Wir sind sehr enttäuscht, dass die Liga unseren Argumenten keine Beachtung
geschenkt hat.“